Rauchwarnmelderpflicht in Hessen (HBO §13)

Die Übergangsregelung endet zum 31. Dezember 2014

Seit dem 21. Juni 2005 besteht in Hessen die gesetzliche Pflicht Wohnungen mit Rauchwarnmeldern auszustatten. Zum Jahresende endet die Übergangsregelung für bereits bestehende Wohnungen. Bis zu diesem Termin müssen somit alle Wohnungen in Hessen mit Rauchwarnmeldern versehen sein.

Aber bitte beachten Sie, dass es keiner speziellen Ausbildung bedarf diese Rauchwarnmelder zu installieren. Hier bieten leider zahlreiche Unternehmen Schulungen mit abschließender Zertifizierung an. Daher verweisen wir auf den Textteil (FAQ) auf der Homepage des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (Unterrubrik Bauen und Wohnen):

Frage:
Bedarf es für die Installation bzw. Wartung eines Fachkundenachweises. Und bestehen Dokumentationspflichten?

Antwort:
Die Hessische Bauordnung verlangt keine Ausbildung oder Zertifizierung für die Wartung von Rauchwarnmeldern. Die Wartung kann der Besitzer bzw. der Eigentümer selber vornehmen. Der Gesetzgeber sieht keine Dokumentationspflicht für die Wartung von Rauchwarnmeldern vor.

Aktuelles

Neues von der Betriebssicherheitsverordnung

Jetzt ist auch sie da:

Technische Regeln für Betriebssicherheit (TRBS): TRBS 2131 Elektrische Gefährdungen

Diese Technische Regel gilt für die Ermittlung und Bewertung von elektrischen
Gefährdungen durch
- elektrischen Schlag,
- Störlichtbogen,
- elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder und
- statische Elektrizität.
im Zusammenhang mit der Bereitstellung und Benutzung von Arbeitsmitteln sowie dem
Betrieb überwachungsbedürftiger Anlagen. Sie nennt beispielhaft Maßnahmen zum
Schutz von Beschäftigten oder Dritten.

 

TRBS 2131

Nachrüstpflicht für Heimrauchmelder in RLP

Der Landtag Rheinland-Pfalz hat das Rauchmeldergesetz per 04.07.2007 verschärft!

Wie auch in den Bundesländern Hamburg, Schleswig-Holstein, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern sind jetzt auch bestehende Wohnungen mit Rauchmeldern auszustatten.
Dem § 44 Abs. 8 wird folgender Satz 3 angefügt:
"Bestehende Wohnungen sind in einem Zeitraum von fünf Jahren nach Inkrafttreten
dieses Gesetzes entsprechend auszustatten."

Landesbauordnung Rheinland-Pfalz §44

Bundesweiter Rauchmeldertag 2007

Jetzt einplanen: Freitag, der 13. Juli 2007, ist wieder Rauchmeldertag!

„Freitag der 13. wird Ihr Glückstag, wenn Sie heute Rauchmelder installieren“ – das ist das Motto des diesjährigen Rauchmeldertages am Freitag, dem 13. Juli 2007. Das Forum Brandrauchprävention in der vfdb bittet für diesen bundesweiten Aktionstag um die Unterstützung aller Feuerwehren, Schornsteinfeger, Versicherungen und...

Neues aus dem hessischen Baurecht: HPPVO und TPrüfVO

Jetzt ist Sie da, die neue Hessische Prüfberechtigten- und Prüfsachverständigenverordnung (HPPVO), worin integriert im Artikel 2 die Verordnung über die Prüfung technischer Anlagen und Einrichtungen in Gebäuden (Technische Prüfverordnung - TPrüfVO) enthalten ist.

Besonderheiten auf die Schnelle (nur Haustechnik!):

  • Elektrische Starkstromanlagen fallen weg
  • Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, sowie nicht selbsttätige Löschanlagen werden Sachverständigenprüfpflichtig
  • Die anderen "alten" Sachkundigenprüfungen entfallen
  • Die Abrechnung der Prüfsachverständigen erfolgt nach Zeitaufwand (HPPVO §38).

Aber aufgepasst:
Gemäß TPrüfVO §2 Absatz 2 kann die untere Bauaufsichtsbehörde im Einzelfall die wiederkehrende Prüffrist verkürzen oder weitere Prüfungen anordnen, wenn dies zur Gefahrenabwehr erforderlich ist.
Die Prüfpflicht ist generell nicht aus der Welt, denn gemäß Betriebssicherheitsverordnung (BSV/BGV/GUV) und/oder VdS-Richtlinien muss dennoch geprüft / überwacht werden.

Die zugehörige Verordnung ist zu finden in unserem Downloadbereich unter Länder / Hessen oder direkt beim Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (verlinkt unter Links / Hessen / Bauvorschriften in Hessen).

Einkäufer aufgepasst:
Für die Abrechnung nach Zeitaufwand können Sie sich gerne einen direkten Überblick verschaffen, indem Sie die aktuelle Honorarliste meines Dienstleitungsangebotes im Bereich "Impressum" herunterladen können.

Heimrauchmelder auch jetzt in Hessen Pflicht

In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben.
Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird.
Bestehende Wohnungen sind bis zum 31. Dezember 2014 entsprechend auszustatten.

Gesetz und Verordnungsblatt für das Land Hessen; Teil I Nr.14 vom 23.06.05; Seite 434

Hessische Bauordnung § 13 Absatz 5.

Warum und wo sind Prüfungen vorgeschrieben, bzw. warum sind sie so wichtig?

Die gesetzlichen Grundlagen sind in verschiedenen Gesetzen, Vorschriften, Bestimmungen, Richtlinien und Verordnungen festgelegt. Eine Prüfung erhöht die Sicherheit von Anlagen sowie Geräten!

 

Die korrekte Planung / Errichtung und Erstprüfung einer elektrischen Anlage vermeidet schon im voraus viele Fehler. Eine korrekte Wartung / Instandhaltung / Überwachung (wiederkehrende Prüfungen) der elektrischen Anlage, erhöht weiterhin die Sicherheit während des Betriebes.

 

Eine Prüfung ist dazu da Fehler oder Mängel zu finden und zu beheben bevor es zu einem größeren Schaden kommen kann.

Mögliche Fehler können sein:

  • Defekte Betriebsmittel
  • Falsche Montage oder Auswahl der Betriebsmittel
  • Isolationsfehler
  • Neutralleiterüberlastung
  • Überspannungen
  • Unsachgemäße mechanische Belastungen und Verschmutzungen
  • Ausbreitung eines Brandes durch die elektrische Anlage
  • Fehlerhafte oder gefährliche Auslösung von Schalthandlungen
  • Überlastung

Allgemeines, Geschichtliches:

Im Normalfall ist für uns heute der Umgang mit dem elektrischen Strom unbedenklich, dank Isolationswerkstoffen ( wie z.B. Kunststoff ) die es uns überhaupt erst ermöglichen den Strom innerhalb von Gebäuden, Maschinen und Geräten zu transportieren. Aus diesem Grund muss sich jede Elektrofachkraft über die Bedeutung der Isolation bei den Kabeln bewusst sein um diese nach bestem Wissen und Gewissen zu verarbeiten. In der Praxis ist davon allerdings nicht immer auszugehen und deshalb gilt es, dies mit Erst- und Wiederholungsprüfungen festzustellen. Die richtige Isolation ist die elementare Schutzmaßnahme für Mensch und Tier sowie für Haus und Hof. Eine weitere Schutzmaßnahme ist der Schutzleiter auch Schutzerde genannt. Er hat die Aufgabe alle metallischen Teile von elektrischen Verbrauchsmitteln wie z.B. das Gehäuse einer Waschmaschine mit dem Erdreich zu verbinden. Ist der Schutzleiter fälschlicherweise oder durch einen Defekt nicht vorhanden, könnte im Fehlerfall ein Mensch mit lebensgefährlicher Spannung in Berührung kommen, ohne dass ihn dann eine Schmelzsicherung oder ein Leitungsschutzschalter retten würde. Fatalerweise wäre der Mensch in diesem Fall nur ein "Verbraucher" mit, im schlimmsten fall, tödlichen Folgen. Die hier erwähnten Schutzeinrichtungen wie Leitungsschutzschalter ( Früher Schmelzsicherungen, heute in der Umgangssprache einfach Sicherungen; Automaten) sind also nur bedingt ein Schutz, wofür der richtige Schutzleiteranschluss ohnehin die Voraussetzung ist.

Wer muss eigentlich prüfen lassen?

In den Fällen der Ersterrichtung oder nach wesentlichen Änderungen muss zumindest der Errichter den ordnungsgemäßen Zustand seiner Anlage bestätigen. Falls das Gebäude / die elektrische Anlage dem Baurecht oder dem Versicherungsrecht unterliegt wird dann zusätzlich durch die jeweils anerkannten Sachverständigen die Anlage überprüft.

 

Für wiederkehrende Prüfungen ist immer der Betreiber / Unternehmer der Anlage in der Pflicht. Dies sind z. B. Arbeitgeber, aber auch Besitzer von Wohnungen, welche vermietet werden, sind in der Pflicht die elektrischen Anlagen wiederkehrend prüfen zu lassen. (Siehe BGV-A3, ehem. BGV-A2 / VBG4). Zu Bedenken sei hierbei die Aussage, dass der Errichter der Anlage für die Prüfungen verantwortlich sei.

Wer ist aber als Errichter gemeint?

Ist es die Firma, welche die technische Anlage (Elektroinstallation oder Lüftungstechnische Anlage) installiert hat? Oder ist es der Bauherr?

Die HausPrüfVO macht hierzu eine klare Aussage:

1. auf Veranlassung und auf Kosten des Bauherrn in den Fällen der ersten Inbetriebnahme und nach wesentlichen Änderungen vor der Wiederinbetriebnahme,

2. auf Veranlassung und auf Kosten des Betreibers in den übrigen Fällen

Es ist somit der Bauherr gemeint und nicht wie oft angenommen die Errichterfirma.

Dies macht auch Sinn, denn der Bauherr soll sich vom ordnungsgemäßen Zustand der neu errichteten oder geänderten Anlage überzeugen. Kostenmäßig macht das für den Bauherrn auch keinen Unterschied, da die vom Planer im LV verlangte Sachverständigenprüfungen auch zu seinen Lasten geht. Also warum nicht gleich den Sachverständigen seines Vertrauens beauftragen um Gewissheit und Sicherheit zu haben.

Welche Norm ist wann und für was anzuwenden?

Wo finde ich eine gültige Aussage für die richtige Anwendung oder Umsetzung von Errichtungsbestimmungen, zum Beispiel der DIN VDE 0100, 0101, 0107, 0108, 0165, 0185, 0510, 0660, 0845 etc. ?

Welche Forderungen werden in den Durchführungsanweisungen zu den einzelnen Unfallverhütungsvorschriften gestellt ? Wir beschäftigen uns mit diesem Thema schon seit vielen Jahren. Unsere Sachverständigen halten sich dabei durch Abnahmeprüfungen von neu errichteten elektrischen Anlagen und Maschinen sowie durch wiederkehrende Prüfungen bestehender Anlagen in der Anwendung der geltenden Regeln der Technik fit.

Durch Erarbeitung von gutachterlichen Stellungnahmen (Gerichtsgutachten, Schadensgutachten), durch regelmäßige Teilnahmen an Schulungen und Mitgliedschaften beim VdS, VDE, VDI, TOS und nicht zuletzt durch die Erarbeitung eigener Seminare halten wir uns auf den neuesten Stand der Technik. Wir sind vom Verband der Schadensversicherer (VdS) für die Prüfung von elektrischen Anlagen zertifiziert. Nachfolgend eine Auflistung unserer überwiegenden Tätigkeiten im Arbeitsgebiet Elektrotechnik:

  • Allgemeine Starkstrominstallation
  • Sicherheitsbeleuchtung
  • Sicherheitsstromversorgungen
  • Gefahrenmeldeanlagen
  • Rauch- und Wärmeabzugsanlagen
  • Automatische Schiebetüren in Rettungswegen
  • Feststellanlagen
  • Elektrische Verriegelungen von Türen in Rettungswegen
  • Blitzschutzanlagen

Neues aus dem hessischen Baurecht

Die neue hessische Bauordnung ist da.

Neben vielen Änderungen möchten wir beispielhaft eine neue Anforderungen des §13 Brandschutz hervorheben:

(5) 1 In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. 2 Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. 3 Die Eigentümerinnen und Eigentümer vorhandener Wohnungen sind verpflichtet, jede Wohnung bis zum 31. Dezember 2014 entsprechend auszustatten. 4 Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt den unmittelbaren Besitzerinnen und Besitzern, es sei denn, die Eigentümerinnen oder die Eigentümer haben diese Verpflichtung übernommen.

Neues aus NRW

Die Sonderbauvorschriften wurden in Nordrhein-Westfalen novelliert.

In unserem Linkbereich haben wir die passenden Links eingepflegt.

Prüfpflichtige Rauchabzüge

Nachfolgend wollen wir kurz zur Meinungsfindung von "prüfpflichtigen" Rauch- und Wärmeabzugsanlagen beitragen.

Die Problematik ist, dass man landläufig leider immer von einer Rauch- und Wärmeabzugsanlage spricht und begrifflich nicht genauer unterscheidet.
Unsere Meinungsfindung bezieht sich aber auch nur auf natürliche "Rauch ... anlagen" welche Fenster in einem Treppenraum (landläufig auch Treppenhaus genannt) elektrisch öffnen.

Gemäß HBO § 31 Absatz 6 gilt: Für innen liegende notwendige Treppenräume und notwendige Treppenräume in Gebäuden der Gebäudeklasse 5 ist an der obersten Stelle eine Öffnung zur Rauchableitung mit einem freien Querschnitt von mindestens 1 m² erforderlich; sie muss vom Erdgeschoss sowie vom obersten Treppenabsatz aus bedient werden können.

Gemeint sind, im überwiegenden Teil des Sprachgebrauches, offensichtlich Öffnungen zur Rauchableitung bzw. Rauchabzüge in notwendigen Treppenräumen, die nicht der Rauchfreihaltung, sondern der Entrauchung nach Evakuierung dienen. Diese Einrichtungen zählen nicht zu technischen Sicherheitseinrichtungen, die im Interesse des Personenschutzes nach § 2 TPrüfVO durch Prüfsachverständige erstmalig und wiederkehrend zu prüfen sind. Die genannten Rauchabzüge haben für die Erfüllung bauordnungsrechtlicher Anforderungen nur eine untergeordnete Bedeutung und sind als Bauprodukte deshalb in der Bauregelliste unter Liste C (s. Nr. 3.10 BRL C) aufgeführt. Vollständigkeitshalber weisen wir darauf hin, dass unter die in § 2 Abs. 1 Nr. 3 TPrüfVO aufgeführten (prüfpflichtigen) Rauch- und Wärmeabzugsanlagen sowohl solche maschineller als auch solche natürlicher Art fallen. Näheres zum Prüfumfang geht aus den bauaufsichtlich bekannt gemachten „Muster-Grundsätzen für die Prüfung technischer Anlagen und Einrichtungen entsprechend der Muster-PrüVO durch bauaufsichtlich anerkannte Sachverständige“ hervor.
Die genannten Öffnungen zur Rauchableitung bzw. Rauchabzüge in Treppenräumen werden nicht erfasst.

Unserer Meinung nach sollten daher die Brandschutzgutachter und Behörden diese technische Anlage begrifflich genauer beschreiben!